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Bio-Markt 2025: Deutliches Umsatzplus bei Bio-Lebensmitteln in Ă–stereich

Umsatz mit Biolebensmitteln in Ă–sterreich 2025 deutlich gestiegen

Der Markt für Biolebensmittel in Österreich wächst weiter kräftig. Nach aktuellen Branchenangaben wird der Umsatz mit Bio-Produkten im Jahr 2025 erstmals deutlich über 3,5 Milliarden Euro liegen. Damit setzt sich der positive Trend der vergangenen Jahre fort – nach einer kurzen Kaufzurückhaltung während der Hochinflationsphase ist Bio wieder stark gefragt.

Österreich zählt seit Jahren zu den Bio-Vorreitern Europas. Der aktuelle Wachstumsschub zeigt jedoch, dass Bio-Produkte nicht mehr nur eine Nische bedienen, sondern fest im Alltagskonsum vieler Haushalte angekommen sind.

Bio-Umsatz wächst – getragen vom Handel

Das Wachstum im Jahr 2025 wird vor allem vom Lebensmitteleinzelhandel getragen. Supermärkte, Discounter und Drogerien haben ihr Bio-Sortiment in den vergangenen Jahren konsequent ausgebaut und sprechen damit eine breite Käuferschicht an.

Besonders stark entwickeln sich:

  • Bio-Eigenmarken der Handelsketten
  • preislich zugängliche Bio-Basisprodukte
  • Bio-Frischeprodukte wie Milch, Eier, Mehl, Ă–l und GemĂĽse

Eigenmarken machen inzwischen rund 45 bis 50 Prozent des Bio-Umsatzes im Handel aus. Sie ermöglichen Bio-Konsum auch bei begrenztem Budget und sind ein zentraler Wachstumstreiber.

Warum greifen immer mehr Menschen zu Bio?

Mehrere Faktoren tragen dazu bei, dass Biolebensmittel 2025 so gefragt sind wie nie zuvor:

  • Entspannung bei der Inflation: Haushalte kaufen weniger strikt preisgetrieben ein
  • Hohe VerfĂĽgbarkeit: Bio ist heute in fast jedem Supermarkt präsent
  • Vertrauen in Qualität und Herkunft
  • Gleichbleibende Bio-Standards trotz steigender Produktionskosten

Ein deutlich stärkeres Nachhaltigkeitsbewusstsein allein lässt sich zwar nicht eindeutig belegen, dennoch spielen Transparenz, Tierwohl und Regionalität weiterhin eine wichtige Rolle bei der Kaufentscheidung.

Discounter, Supermärkte und Drogerien als Wachstumsmotor

In Ă–sterreich wird der GroĂźteil der Bio-Produkte ĂĽber den klassischen Handel verkauft:

  • Discounter liegen beim Bio-Absatz knapp vor Supermärkten
  • Supermärkte punkten mit Sortimentsvielfalt und Frische
  • Drogeriemärkte verzeichnen seit Jahren die stärksten prozentualen Zuwächse

Der Bio-Fachhandel bleibt wichtig, kommt jedoch nur noch auf etwa 10 Prozent Marktanteil. Dennoch zählt er 2025 nach mehreren schwächeren Jahren wieder zu den Gewinnern.

Bio-Anbau wächst – aber langsamer als die Nachfrage

Während der Absatz deutlich steigt, wächst die heimische Bio-Produktion nur moderat. In Österreich werden derzeit rund 27 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche biologisch bewirtschaftet – ein europaweit sehr hoher Wert.

Dennoch zeigt sich:

  • die Umstellungsbereitschaft vieler Betriebe bleibt verhalten
  • steigende Kosten und Unsicherheiten bremsen Investitionen
  • die Nachfrage wächst schneller als das Angebot

Branchenexpertinnen und -experten warnen daher, dass der steigende Bedarf künftig verstärkt durch Importe gedeckt werden könnte, wenn die heimische Produktion nicht stärker nachzieht.

Bio-Marktanteil weiter auf dem Vormarsch

Für 2025 wird erwartet, dass Biolebensmittel rund 11 bis 12 Prozent des gesamten Lebensmittelumsatzes in Österreich ausmachen. Damit wächst der Bio-Sektor weiterhin deutlich stärker als der Gesamtmarkt.

Besonders stark zulegen:

  • Bio-Mehl und Backzutaten
  • Bio-Milchprodukte
  • pflanzliche Bio-Alternativen
  • haltbare Bio-Basisprodukte

Fazit: Bio bleibt ein stabiler Wachstumsmarkt

Der Bio-Markt in Österreich zeigt sich 2025 robust und zukunftsfähig. Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen greifen immer mehr Menschen regelmäßig zu Bio-Produkten. Der Handel treibt diese Entwicklung mit Eigenmarken, breiten Sortimenten und attraktiven Preisen weiter voran.

Gleichzeitig steht die Branche vor der Aufgabe, Angebot und Nachfrage langfristig in Einklang zu bringen. Wie stark der Bio-Markt in den kommenden Jahren weiter wächst, wird entscheidend davon abhängen, ob die heimische Landwirtschaft den steigenden Bedarf mittragen kann.

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